Amerikanische Forscher haben einen Therapieansatz für die bisher unheilbare Krankheit ALS entwickelt. Nach erfolgreichen Tierversuchen planen die Wissenschaftler nun erste klinische Versuche am Menschen, wie sie in der Zeitschrift “Science” (Ausg. 301, S. 839) berichten. Bekanntester Betroffener der Krankheit ist der weltberühmte Physiker Stephen Hawking.
Brian Kaspar und seine Kollegen vom Salk-Institut für biologische Studien in La Jolla haben an ALS erkrankte Mäuse mit dem so genanntem “Insulin Growth Factor-1”, einem Nervenwachstums-Faktor, behandelt. Sie erhöhten die natürliche Konzentration der Substanz in Nervenzellen des Rückenmarks und des Stammhirns, die von der Krankheit besonders betroffen sind. Die Mäuse blieben daraufhin deutlich länger mobil und hatten bessere Überlebensaussichten als nicht behandelte Tiere.
Bei der auch als Lou-Gehrig-Krankheit bekannten Amyotrophen Lateralsklerose (ALS) verliert das Gehirn die Kontrolle über die Gliedmaßen, die Gesichts- und Halsmuskulatur sowie die Atmung. Fast alle Betroffenen sterben schließlich den Erstickungstod.
ddp/bdw ? Andreas Wawrzinek





