Hoffnung auf Heilung wächst
Nervengewebe, das durch einen Schlaganfall beschädigt ist, könnte vielleicht bald durch Stammzellen geheilt werden. Denn transplantierte Stammzellen können mit ausgewachsenen Nervenleitungen und Hirngewebe funktionierende Verbindungen aufbauen. Dies hat Daniel M. Rosenbaum vom Albert Einstein College of Medine mit seinem Team in einem Tierversuch mit ausgewachsenen Ratten herausgefunden.
Auf der 26. Konferenz der American Stroke Association erklarte der Neurologe: “Wir waren uns nicht sicher, ob die verpflanzten Zellen überhaupt überleben würden. Doch sie lebten sowohl in normalen als auch in Schlaganfall geschädigten Gehirnen weiter. In nur sieben Tagen differenzierten sich einige der Zellen zu unreifen Zelltypen, die die Hirngrundstruktur darstellen.”
Bereits nach 21 bis 45 Tage hatten sich die meisten Stammzellen in ausgewachsene Hirnzellen und Nervenleitungen umgewandelt. Für das Experiment hatten die Forscher Hirnrinden-Stammzellen verwendet. Sie markierten sie mit einem fluoreszierenden Stoff und konnten so deren Wachstumsverhalten genau verfolgen. “Unser Ziel ist es letztendlich, die Zellen von Erwachsen zu nehmen, in Gewebekultur zu vermehren und sie zurück ins Hirn zu verpflanzen, um die geschädigten Funktionen wieder herzustellen”, so Rosenbaum.
Frieder Graef





