Sport in den Jahren kurz vor der Pubertät stärkt die Knochen. Kinder, die in diesem für das Knochenwachstum kritischen Alter körperlich belastende Übungen machen, bilden deutlich mehr Knochensubstanz als Stubenhocker. Das berichten kanadische Forscher im Wissenschaftsmagazin New Scientist.
Für die Knochenstärkung reichen schon kurze Trainingsperioden. So hielten die Forscher um Heather McKay von der Universität von Britisch Kolumbien in Vancouver Kinder im vorpubertären Alter an, dreimal pro Woche während zehn Minuten wild hin und her zu hüpfen. Bei den Mädchen stärkte das Kurztraining die Knochen deutlich: Nach zwei Jahren hatten die trainierten Mädchen rund fünf Prozent mehr Knochenmineralien aufgebaut als Gleichaltrige, die sich während der Trainingssequenzen nur leicht aufwärmten.
Am effektivsten sei das Training bei Mädchen im Alter zwischen zehn und zwölf Jahren, sagen die Mediziner. Die Ergebnisse der Knaben konnten die Wissenschaftler dagegen noch nicht auswerten, da diese erst im Alter zwischen 13 und 15 Jahren in die für das Knochenwachstum entscheidende Phase kommen. In diesen zwei Jahren bauen die Kinder einen Viertel ihrer gesamten Knochenmasse auf, fand das Team um McKay.
Dieser Knochenaufbau halte fürs Leben, sagen die Forscher. Stärke man seine Knochen in der Kindheit um zehn Prozent, so sei das Risiko, später einen Bruch zu erleiden, um die Hälfte geringer.
ddp/bdw – Marcel Falk





