Frauen, die täglich für eine Stunde Sport treiben, erkranken seltener an Brustkrebs. Wie aus einer Studie der holländischen Forscherin Miranda Dirx hervorgeht, kann durch regelmäßige Aktivitäten wie Radfahren oder Laufen das Brustkrebsrisiko deutlich gesenkt werden.
Der Untersuchung, deren Ergebnisse in der Septemberausgabe des Fachblattes Cancer veröffentlicht sind, liegen medizinische Daten von 62.000 Frauen zugrunde, die über einen Zeitraum von sieben Jahren zusammengetragen wurden. Alle Versuchsteilnehmerinnen waren zwischen 55 und 69 Jahre alt.
Insgesamt 1.200 der an der Studie beteiligten Frauen erkrankten während des Untersuchungszeitraums an Brustkrebs. Dabei zeigte sich, dass das Brustkrebsrisiko bei Frauen, die sich jeden Tag sportlich betätigten, um 19 Prozent geringer war. Die Wissenschaftlerin sieht dies als einen weiteren Beweis dafür an, dass es eine enge Verbindung von Lebensstil und Brustkrebsrisiko gibt. Auch wenn diese Wechselwirkung heute noch nicht im Detail erklärt werden könne, sei es wichtig, dass Frauen den Nutzen regelmäßigen Sports erkennen und für sich einsetzten.
Neben dem Schutz vor Brustkrebs, betont Dirx, sei die tägliche sportliche Betätigung auch wichtig, um Herz- Kreislauferkrankungen vorzubeugen. Aus diesem Grund sollten alle Frauen über 50 jeden Tag eine halbe Stunde Sport treiben und schrittweise versuchen, ihre Aktivitäten auf eine Stunde auszudehnen.
Marion Herzog





