Eine Transplantationsklinik im amerikanischen Boston geht einen ungewöhnlichen Weg, um dem Mangel an Spendernieren zu begegnen: Wenn ein Angehöriger eines Dialysepatienten eine Niere spendet, rückt der Betroffene auf der Warteliste nach vorn. Das berichtet die “Ärztezeitung” in ihrer Online-Ausgabe.
Das “New England Medical Center” will damit die Bereitschaft vieler Familienmitglieder nutzen, eine ihrer Nieren an einen Angehörigen zu spenden. Häufig ist dies jedoch unmöglich, da die Blutgruppen nicht übereinstimmen.
Ob eine solche sogenannte Cross-over-Lebendspende auch in Deutschland gesetzlich möglich sei, müsse noch geklärt werden, erklärt Uwe Heemann, Generalsekretär der Deutschen Transplantationsgesellschaft in der “Ärztezeitung”. Das Transplantationsgesetz von 1997 erlaubt eine Lebendspende nur zwischen Menschen, die verwandt sind oder sich nahestehen. Damit soll der Handel mit Organen verhindert werden.
Ulrich Dewald





