Eltern dachten es schon immer: Kinder wachsen vor allem in der Nacht und klagen deshalb morgens oft über Schmerzen in den Knochen. Wissenschaftlich belegt war das bisher aber nicht. US-Forscher der University of Wisconsin in Madison um Norman Wilsman haben jetzt im Tierversuch bewiesen, dass das Knochenwachstum tatsächlich während der Schlaf- und Ruhezeiten besonders groß ist. Die Biomediziner hatten winzige Sensoren in die Schienbeine von Lämmern implantiert und die Länge der Knochen drei Wochen lang alle 167 Sekunden gemessen. Das Ergebnis: 90 Prozent des Wachstums fanden dann statt, wenn die Tiere schliefen oder sich hingelegt hatten, um auszuruhen. Wilsman glaubt, dass während der Ruhezeiten der Druck auf die Knochen geringer ist, was es ihnen ermöglicht, sich auszudehnen.





