Heizkosten zu sparen zahlt sich nicht aus: Ältere Menschen, die in schlecht geheizten Räumen leben, leiden auffällig oft an chronischen Krankheiten, berichten britische Forscher im Fachmagazin “Journal of Epidemiology and Community Health”.
Die Gesundheitsexperten um Islay Gemmell von der Universität Manchester befragten über 800 Personen zu ihren Lebensumständen und ihrer Gesundheit. Dabei zeigte sich, dass Überfünfzigjährige, die im Winter in ihren Räumen oft froren, dreimal so häufig chronische Krankheiten entwickeln wie ihre gut heizenden Mitbürger. Diese Resultate hätten auch Bestand, wenn verschiedene sozioökonomische Faktoren wie etwa das Einkommen berücksichtigt würden, sagte Gemmell dem Stuttgarter Nachrichtendienst “Wissenschaft.de”.
Die Forscher vermuten, dass kühle Räume chronische Erkrankungen nicht auslösen, die Beschwerden aber verstärken. Chronisch Kranke sollten deshalb ihre Wohnungen besonders gut heizen, raten die Wissenschaftler.
ddp/bdw – Marcel Falk





