Siemens stellt neue Röntgengeräte vor
In Deutschland werden zur Diagnose von Erkrankungen jedes Jahr rund 88 Millionen Röntgenaufnahmen angefertigt. Patienten müssen dabei nicht nur die Strahlenbelastung in Kauf nehmen, sondern häufig auch längere Wartezeiten, bis die Aufnahmen entwickelt sind. Dies könnte sich nun ändern: Die Firma Siemens hat eine Serie von Röntgengeräten entwickelt, die ohne Film auskommen, schneller arbeiten und den Patienten mit einer geringeren Strahlendosis belasten.
Die manuelle Belichtung, das umständliche Hantieren mit Filmkassetten und das Aufhängen der Filme am Leuchtkasten entfällt. Über einen so genannten Festkörper-Detektor, der aus einem riesigen Silizium-Chip besteht, werden die aus dem Körper austretenden Röntgenstrahlen sofort in digitale Bildinformationen umgewandelt. Der Festkörper-Detektor besteht aus fotoleitenden Trägermaterial, auf das eine Schicht röntgen-empfindliches Material als Detektor aufgetragen ist.
Die so gewonnenen Daten können vom Arzt bereits nach wenigen Sekunden auf einem Monitor betrachtet werden. Dank der neuen Methode läßt sich nach Auskunft von Siemens die Strahlenbelastung für Patienten beim Röntgen um bis zu 50 Prozent senken. Ein weiterer Vorteil: die Aufnahmen können ohne Verzögerung an andere Kliniken oder Praxen weitergeleitet und digital archiviert werden.
Almut Bruschke-Reimer





