Auf Pollen reagieren nicht nur manche Erdenbürger empfindlich, sondern auch schon Ungeborene: Wenn werdende Mütter in den letzten drei Schwangerschaftsmonaten Pollen ausgesetzt waren, haben deren Babys offenbar ein höheres Asthmarisiko. Das berichten schwedische Forscher auf dem Fachkongress der Europäischen Forschungsgesellschaft für Atemwege in Stockholm.
Die Wissenschaftler um Bertil Forsberg von der Universität im schwedischen Umeå hatten die Daten von über 100.000 Babys aus dem Großraum Stockholm ausgewertet. Davon waren gut 900 in den ersten zwölf Lebensmonaten wegen Asthma ambulant behandelt worden. Ein Vergleich mit gesunden Babys ergab, dass der Kontakt der Mutter mit Pollen in den letzten Monaten der Schwangerschaft eine wichtige Rolle spielte.
Die Forscher rekonstruierten dafür das “Pollenwetter” ? Pollenmenge, Luftfeuchtigkeit und Temperatur ? und ermittelten, wie stark die Schwangeren den allergieerregenden Pflanzensamen ausgesetzt waren. Weniger die Jahreszeit als vielmehr die tatsächlich aufgenommene Pollenmenge sei für das Asthmarisiko ausschlaggebend, fanden die Wissenschaftler.
ddp/bdw – Carolin Muck





