Text: Ralf Stork
Der Mensch hat eine atemberaubende Entwicklung hingelegt: Von einem Raubtier unter vielen bis zum unangefochtenen Herrscher der Welt in nur ein paar tausend Jahren. Getragen und genährt wurde dieser Siegeszug durch die Ressourcen der Natur: Mit der Erfindung von Ackerbau und Viehzucht vor rund 10.000 Jahren schaffte der Mensch sich seine eigene mehr oder weniger konstante Nahrungsgrundlage. Bis zum Jahr Null explodierte die Bevölkerung förmlich: von etwa 2 Millionen auf 188 Millionen Individuen. Es entstanden Städte, in denen die Menschen auf engstem Raum miteinander lebten und Handelsrouten, die die damals bekannten Weltregionen miteinander verbanden. Der enorme Erfolg, die starke Vermehrung und die Bevölkerungskonzentration in großen Städten machte Homo sapiens aber auch anfällig. Krankheiten hatte es schon immer gegeben. Aber erst durch die enge Verflechtung der Handelsrouten und Ballungszentren konnten sie sich zu echten Epidemien entwickeln.





