Bei alten und kranken Menschen, die zu schwach für sportliche Aktivitäten sind, könnte in Zukunft eine Pille die gesundheitsfördernde Bewegung ersetzen. Von ersten Ansätzen für ein solches Mittel berichten amerikanische Forscher nun im Fachmagazin “Science” (Bd. 296, S. 349).
Dem Team um Sanders Williams von der Duke-Universität in Durham (USA) gelang es mit gentechnologischen Kniffs, “nimmermüde Mäuse” zu kreieren. Bei den Tieren ist ein Muskeleiweiß ständig aktiv, das auch beim Sport aktiviert wird. Dadurch werde den Muskeln andauernde Bewegung vorgetäuscht, sagen die Forscher. Das machte die Muskeln stark: Im Aufbau glichen sie denen von Langstreckenläufern und ermüdeten beim Training kaum.
Das Muskeleiweiß wollen die Forscher nun auch bei Menschen mit einer Pille ständig aktiv halten und so etwa die Muskulatur von bettlägerigen Menschen stärken. Williams erhofft sich von einem solchen Mittel aber noch mehr: Vielleicht könnte eine Pille wie Sport auch Diabetes oder Herzerkrankungen vorbeugen, sagt der Forschungsleiter.
ddp/bdw – Marcel Falk





