Ein Parasit könnte Hoffnung für viele Patienten bringen, die an Autoimmunerkrankungen leiden. Offensichtlich geben manche tropische parasitische Nematoden aus der Gruppe der so genannten Filaria die entzündungshemmende Substanz “ES-62” an ihren Wirt ab, ohne ihm sonst zu schaden. Das haben schottische Forscher herausgefunden, berichtet die Strathclyde-Universität in Glasgow.
Die Entdeckung könnte auch erklären, warum in Gegenden, wo viele Menschen unter den wurmähnlichen Parasiten leiden, kaum Autoimmunerkrankungen vorkommen, sagt Projektleiter William Harnett von der Strathclyde-Universität. Die Forscher hoffen, eine Substanz von dem entzündungshemmenden Stoff der Nematoden ableiten zu können, die als Grundlage für neue Medikamente dienen könnte.
Für Autoimmunerkrankungen wie Lupus, Schuppenflechte oder Morbus Crohn gibt es zurzeit noch keine Heilung. Bestehende Therapien haben meist starken Nebenwirkungen, da sie das Immunsystem der Patienten unterdrücken. Die Betroffen sind daher häufig anfälliger für Infektionen.
Cornelia Pfaff





