Frauen mit feuchtem, klebrigem Ohrenschmalz haben ein erhöhtes Brustkrebsrisiko, vermuten japanische Forscher. Die Drüsen im Ohr und in der Brust werden durch ähnliche Gene gesteuert, begründen die Wissenschaftler den Zusammenhang. Das berichtet das Wissenschaftsmagazin Nature in seiner Online-Ausgabe.
Trocken und flockig oder feucht und klebrig: Zwei “Ohrenschmalz-Typen” haben die Wissenschaftler um Norio Niikawa von der Medizinischen Universität Nagasaki ausgemacht. Zu welchem der beiden Typen eine Frau gehört, ist erblich bedingt, fanden die Wissenschaftler heraus. Da Frauen mit feuchtem Sekret häufiger an Brustkrebs erkranken, hoffen die Forscher nun, mit Hilfe von Ohrenschmalz das Risiko dieser Krankheit voraussagen zu können. Über ihre Forschungsergebnisse berichteten sie in beim Internationalen Kongress für Humangenetik in Wien.
Ulrich Dewald





