Wissenschaftliche Erkenntnis stammt aus dem Verstehen genereller naturgesetzlicher Zusammenhänge unterstützt durch Laborversuche, Experimente, Beobachtungen der Umwelt und mathematischen sowie rechnergestützten Modellen. Wie alle Menschen machen auch Wissenschaftler Fehler, der wissenschaftliche Prozess ist jedoch dafür konzipiert, diese zu finden und zu korrigieren. Dieser Prozess ist schon so angelegt, dass er auf Gegensätzen beruht – Wissenschaftler erhalten Ansehen und Anerkennung nicht nur für das Unterstützen der Lehrmeinung, sondern umso mehr, wenn sie zeigen, dass der wissenschaftliche Konsens falsch ist und dass es bessere Erklärungen gibt. Das ist es, was Galileo, Pasteur, Darwin und Einstein getan haben. Wenn aber Schlussfolgerungen gründlich und sorgfältig getestet, beleuchtet und untersucht wurden, erhalten sie den Status von “etablierten wissenschaftlichen Theorien” und werden oft als “Fakten” bezeichnet. Zum Beispiel gibt es überzeugende wissenschaftliche Beweise, dass die Erde ca. 4,5 Mrd. Jahre alt ist (die Theorie zur Entstehung der Erde), dass unser Universum in einem Moment vor ca. 14 Mrd. Jahren geschaffen wurde (die Urknalltheorie) und dass heutige Lebewesen aus Lebewesen der Vergangenheit hervorgegangen sind (Evolutionstheorie). Obwohl diese Aussagen im überwältigen Maß von der Wissenschaft anerkannt sind, wartet Ruhm auf jeden, der sie widerlegen kann. Der Klimawandel fällt in die gleiche Kategorie: Es gibt überzeugende, umfangreiche und übereinstimmende, objektive Belege, dass der Mensch unser Klima derart verändert, dass es unsere Gesellschaften und Ökosysteme, auf die wir angewiesen sind, bedroht.
Viele der kürzlichen Angriffe von Klimawandelverneinern auf die Klimawissenschaft – und noch beunruhigender: auf ihre Personen – sind üblicherweise durch Interessengruppen oder Dogmen getrieben, nicht durch einen ehrlichen Versuch, eine alternative Theorie zu entwickeln, die die Beobachtungen befriedigend erklären kann. Das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) und andere wissenschaftliche Syntheseprozesse zum Klimawandel, welche daraus bestehen, dass tausende Wissenschaftler riesige und umfangreiche Berichte produzieren, haben, wie zu erwarten und normal, einige Fehler gemacht. Wenn Fehler angemerkt werden, werden sie verbessert.
Aber während der kürzlichen Ereignisse ist nicht im Entferntesten etwas gefunden worden, das die grundsätzliche Erkenntnis zum Klimawandel ändern
würde:
(i) Die Erde erwärmt sich wegen ansteigender Konzentrationen treibhausaktiver Gase in der Atmosphäre. Ein schneereicher Winter in Washington ändert diesen Fakt nicht.
(ii) Das Gros dieses Anstiegs im letzten Jahrhundert ist menschlichen Aktivitäten zuzuschreiben, im besonderen der Verbrennung fossiler Treibstoffe sowie der Entwaldung.





