Die dauerhaft gefrorenen Böden der arktischen Permafrostgebiete prägen fast die gesamte Arktis. Diese teils mehrere hundert Meter dicken Schichten tauen selbst im Sommer nur oberflächlich auf und galten daher lange Zeit als langfristig stabil. In der Arktis bildet der Permafrostboden daher das Fundament für Häuser, Straßen, Eisenbahnstrecken oder industrielle Infrastruktur, er wurde aber auch jahrzehntelang als Müllkippe für Abfälle aller Art genutzt. Die Spanne reicht von schwermetallhaltigen Bergbauabfällen über giftige Bohrschlämme bis hin zu radioaktivem Müll, die sorglos und meist ohne gesonderte Sicherheitsvorkehrungen im Untergrund vergraben wurden. „Industrieabfälle aus stillgelegten oder noch arbeitenden Anlagen hat man daher in der Regel einfach vor Ort gelassen, statt sie mit viel Aufwand und entsprechenden Kosten zu beseitigen“, erklärt Projektleiter Moritz Langer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI). Denn die Schichten aus Eis und gefrorenem Boden galten als weitgehend unüberwindbare Barriere für feste und flüssige Schadstoffe.





