Das Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen ist ein hochinteressantes Naturgebiet mit abwechslungsreicher Landschaft und schönen Wanderwegen. Und wer die Gegend mit Kindern erkundet, wird so einige magische Momente erleben.
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Text: Kurt de Swaaf
Das sieht hier aus wie ein Märchenwald, wie bei Hänsel und Gretel“, ruft Matti begeistert. Die Achtjährige setzt sich auf den dichten, angenehm trockenen Moosteppich und schaut fasziniert in die Baumkronen. „Kroh, kroh“, ertönt es von oben. Die schwarze Silhouette eines Rabens gleitet über die Wipfel hinweg. Von einem Knusperhäuschen oder gar einer Hexe ist allerdings nichts zu sehen, und wir haben eh unsere eigenen Brote mitgebracht. Andere Wanderer? Ebenfalls Fehlanzeige, auch wenn die als Ausflugsziel beliebte Dahner Hütte ganz in der Nähe liegt. Der Grund ist wahrscheinlich, dass die meisten Menschen eben nicht gerne querwaldein gehen. Herumliegendes Geäst, Matsch und Brombeerranken schrecken ab; da bleiben sie lieber auf den Wegen. Matti hat inzwischen einen Mistkäfer entdeckt. Das Tier versucht, sich strampelnd aus ihrer Hand zu befreien. „Die haben ganz schön Kraft.“ Doch der Käfer braucht keine Angst zu haben. Er bekommt ein eigenes Häuschen gebastelt, aus Rinde, Moos und Blättern. Darin fühlt er sich bestimmt wohl.
Gut 18 Kilometer weiter steht Andrea Burkard am Hang des Rothenkopfs und schwärmt von ihrer Heimat. „Der Pfälzerwald ist sehr vielfältig“, betont die erfahrene Landschaftspflegerin. Neben den Baumbeständen gebe es viele Grünlandflächen, kleine Gewässer und Felsenbiotope. Das macht einen Großteil der Attraktivität aus, meint Burkard. Seit 1998 bildet der Pfälzer Wald zusammen mit den französischen Nordvogesen auf insgesamt über 310.000 Hektar das erste grenzübergreifende Unesco-Biosphärenreservat; dem deutschen Teil wurde dieser Status bereits 1992 zugesprochen. Abgesehen davon ist es das größte zusammenhängende Waldgebiet im westlichen Europa.
Eine zunehmende Änderung in der Landnutzung bereitet Andrea Burkard gleichwohl Sorgen. Irgendwann, so lautet ihre Befürchtung, könne man den Pfälzer Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen – zumindest nicht in seiner angestammten Form. „Das Problem ist die Verbuschung und Verwaldung“, erklärt die Expertin. Immer mehr Wiesen und Weiden werden nicht länger bewirtschaftet und wachsen zu. Dieser Verlust von Grünlandbiotopen geht unweigerlich mit einem Rückgang der Artenvielfalt einher. Auch viele Weinberge mit wertvollen Trockenmauern wurden bereits aufgegeben. Nun versuchen Burkard und ihre Kollegin Morgane Alisch dagegenzuhalten. Die beiden Frauen betreuen das von der Biosphärenreservatsverwaltung initiierte Projekt „Neue Hirtenwege im Pfälzerwald“. Sein Ziel: Durch gezielte Beweidung mit Schafen, Ziegen und anderen Huftieren sollen noch bestehendes Grünland erhalten und verbuschte Areale wieder geöffnet werden. Keine einfache Aufgabe.
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An den Südhängen des Rothenkopfs bei Annweiler-Gräfenhausen befinden sich mehrere solcher Projektflächen. Andrea Burkard zeigt eine schon ziemlich stark von Brombeeren und Schlehen befallene Streuobstwiese. „Hier müssen wir mit Schafen arbeiten.“ Ziegen würden den Obstbäumen an die Rinde gehen, erklärt die Landschaftspflegerin. Andernorts seien die Gehörnten allerdings sehr nützlich, weil sie praktisch alles fressen – Dornengestrüpp inklusive. „Wir versuchen, Übergangszonen zu schaffen“, sagt Burkard. Zwischen Wald und Offenland sollen auf einem Teil der Grundstücke Bäume stehen bleiben, mit etwa 40 Prozent „Kronendeckung“. Diese mosaikartigen Strukturen fördern die Biodiversität. „Das hat auch für die Kommunen Vorteile“, ergänzt Morgane Alisch. Die Projektflächen wirken als Pufferzonen gegen Wildschweinschäden und verringern zugleich die Bedrohung durch Waldbrände. Letztere nimmt durch den Klimawandel zu, betont Burkard.
Naturerlebnisparadies
Das Biosphärenreservat zählt, bundesweit gesehen, nicht unbedingt zu den beliebten Touristenregionen, hat aber Reisenden dennoch viel zu bieten. Neben Burgen und hübschen Städtchen locken vor allem die Weinkultur und ein gut zugängiges Wanderwegenetz Besucher an. Besonders geeignet ist das Gebiet zudem als Naturerlebnisparadies für Kinder. Matti freut sich schon seit Tagen auf die geplante Expedition zum Drachenfels, der tief in den Wäldern weit westlich von Bad Dürkheim liegt. Vom Parkplatz an der B37 führt die Tour zunächst durchs Stütertal in Richtung Saupferch. Kuscheltier Clora lugt aus dem Kinderrucksack hervor; die Plüschschildkröte musste unbedingt mitkommen. Kurze Pause am Bach. „Jetzt hört man fast gar nichts mehr, außer den Vögeln“, merkt Matti an. Sie lässt Blätterboote fahren und schaut einer Wespe beim Trinken zu. Hinter der – leider geschlossenen – Gaststätte Zum Saupferch wird das Gelände etwas steiler. Am Wegesrand blühen ein paar Heidelbeerbüsche, eine Singdrossel gibt ihr Schönwetterlied zum Besten. Wirklich ein herrlicher Tag.
Rund zweieinhalb Stunden dauert der Anstieg, dann kommen die ersten schroffen Kanten des Drachenfelsen in Sicht. Die circa 250 Millionen Jahre alte Buntsandsteinformation ist mit 571 Metern über Meeresniveau die höchste Erhebung in mehr als zehn Kilometern Umkreis, und bietet deshalb auf mehreren Plattformen grandiose Ausblicke über die Waldlandschaft. Matti knurrt allerdings der Magen. Würstchen, Brot und Äpfel schmecken hier oben noch mal so gut. Ob die kleine Mauereidechse dort auch ein Stückchen abhaben möchte? Frisch gestärkt erkundet Matti das Umfeld. „Guck mal, Papa: Der Fels da sieht aus wie ein Fisch, der aus dem Wasser guckt.“ In den leuchtend grünen Blättern einer Sauerkleepflanze erkennt sie ein Ballkleid. Die Drachenhöhle an der Ostseite des Riffs ist ziemlich groß, ein schlafendes Riesenreptil hätte hier durchaus genug Platz. Auf dem Rückweg geht es zum Teil wieder querwaldein. Das trockene Falllaub des letzten Jahres raschelt an den Füßen, Matti hüpft fröhlich hindurch.
Die Magie der Farben
Dass sich die Vielfalt der Natur auch künstlerisch nutzen lässt, zeigt Susanne Maurer beim Grundkurs „Pflanzenfärben“ in den Räumen der Biosphärenakademie in Lambrecht/Pfalz. „Farbstoffgewinnung ist so alt wie die Menschheit“, betont die gelernte Kreativ-Pädagogin. Klar, schon in der Steinzeit wollten unsere Vorfahren sich und ihre Welt darstellen und vermutlich auch ihren Alltag verschönern – siehe die berühmten Höhlenmalereien von Lascaux oder jene auf der indonesischen Insel Sulawesi. Die damaligen Künstlerinnen und Künstler mussten ihre Pigmente selbst herstellen; aus dem, was ihre Umgebung zu bieten hatte.
Das funktioniert auch heute noch, erklärt Maurer. Farben seien schließlich überall. „Es macht unglaublich Freude, wenn man mit diesem anderen Blick durch die Natur geht.“ Einfach dem eigenen Forschergeist freien Lauf lassen und experimentieren.
Für den Einstieg hat Susanne Maurer ein Bündel frische Apfelzweige mitgebracht. Die Kursteilnehmenden, eine bunte Truppe aus Jung und Alt, bekommt zum Schälen Messer ausgehändigt. Matti plaudert munter mit Smilla, dem zweiten Mädchen in der Runde, während die Kursleiterin einen Camping-Gaskocher anzündet und einem Topf mit etwas Wasser daraufsetzt. Da sollen die entrindeten Äste rein. „Das sieht aus wie weiße Schokolade“, sagt Matti beim Anblick des blanken Holzes. „Ja, von außen betrachtet würde man nicht glauben, dass da Farbstoffe drin sind“, antwortet Maurer. Sie gibt Alaun ins Wasser – ein Mineral, das schon vor Jahrtausenden in der Tuchfärbung und der Gerberei zum Einsatz kam –, kurz darauf kommen die Zweige hinzu. Jetzt darf alles erst mal langsam köcheln.
Nächster Programmpunkt: die wundersame Verwandlung von Rotkohlsaft. Dafür muss das rohe Gemüse zunächst ganz fein geschnitten und im Mörser zermahlen werden. Anstrengende Handarbeit. Matti und Smilla lassen aber nicht locker. Nach vollendeten Mühen können die Kinder je eine Handvoll purpurne Matsche in ein Vlies pressen, bis der Saft auf einen Teller tropft. „Wie Kühe melken, die lila Milch geben.“ Auch die anderen an den Tischen sind so weit. Nun geben die Teilnehmenden kleine Prisen Soda, Zitronensäure und Kalk an unterschiedlichen Stellen auf den Teller. Dadurch verändert sich der pH-Wert und damit die Farbe des Rotkohlsafts, erklärt Susanne Maurer. Tatsächlich. Dort, wo Flüssigkeit und Pulver miteinander in Kontakt treten, entstehen ganz neue Kolorite – von verschiedenen Blautönen über grün bis pink und Magenta. Bei den beiden Mädchen verwandelt sich der Versuchssud allerdings schnell in ein buntes Durcheinander. Macht nichts, macht trotzdem Spaß.
Der Kurs dauert gut vier Stunden, und diese Zeit vergeht wie im Flug. Einige Teilnehmende malen bereits Bilder mit ihren selbst gemachten Farben. Matti hat Klatschmohn- und Rhododendrenblüten ergattert und macht daraus nach der am Rotkohl erlernten Methode eigene Extrakte. Susanne Maurer zeigt, wie Maler früher sogenannte Pezzetti herstellten. Sie tunkten Stoffstreifen in flüssige Naturfarben, ließen diese trocknen und wiederholten die Prozedur mehrfach. So sammelte sich der Farbstoff im Tuch und trocknete. Später konnten die Künstler die Pigmente mit Wasser wieder herauslösen. Die Kinder sind derweil im Experimentierrausch. Aha, Kalkzugabe lässt die Klatschmohntinktur ins zartrosa verblassen. Und dann ist auch die Apfelzweigbrühe fertig. Nach dem Abseihen präsentiert sich der Sud als sattgelbe Tinte. Wer möchte, bekommt ein Fläschchen davon für zu Hause mit.
Um die Idee eines grenzüberschreitenden Biosphärenreservats auf einen Blick zu verstehen, reicht es, mal kurz bei Google Earth nachzuschauen. Dort sind der Pfälzer Wald und die Nordvogesen als ein einziger, dunkelgrüner Fleck erkennbar. Die Grenze – eine quer verlaufende Zickzacklinie – ist hier eigentlich nur ein menschliches Hirngespinst. Knapp dreieinhalb Kilometer südwestlich der leider noch immer überschätzen Grenze liegt das Dorf Haspelschiedt am gleichnamigen Stausee. Von Pirmasens aus verläuft die Anfahrt durch hübsche Täler und Wälder. Ziel ist Haspelschiedts „Camping municipal“, einer von diesen in Frankreich weit verbreiteten, kommunalen Campingplätzen – familienfreundlich und schlicht, aber gut ausgestattet. Matti kann es kaum erwarten. Sie möchte sofort an den See, doch zuerst muss das Zelt aufgestellt werden. Dauert das noch lange? Endlich ist es so weit. Der kleine Strand und die angrenzende Liegewiese sind erstaunlicherweise fast menschenleer – anders als in der Hochsaison, wie die Dame am Empfang erzählt. Die Wassertemperatur indes ist dank des sonnigen Wetters schon recht angenehm – zumindest in Ufernähe. Ideale Bedingungen zum Planschen.
Abendpicknick im Vorzelt. Es gibt frisches Baguette, Lothringer Wurst, Fromage de Munster und Wassermelone. Zum Abschluss des Tages steht noch eine Insektenexkursion auf der Wiese hinter dem Camping an. Mit einem Schmetterlingskescher in den Händen pirscht Matti durchs hohe, wildblumengespickte Gras, während die Sonne langsam untergeht und dem umliegenden Wald einen kupferroten Glanz verleiht. „Diese Wiese ist fabelhaft!“, ruft die kleine Forscherin begeistert. Sie fängt Kohlschnaken, grün schimmernde Käfer, verschiedene Falter und urzeitlich anmutende Säbelheuschrecken. Einige poppig rot-schwarz gefärbte Blutzikaden sind auch dabei. „Ich liebe es, meinen Kopf in ein Netz voller Tiere zu stecken!“ Natürlich wird die „Beute“ nach dem Betrachten sofort wieder freigelassen. In der Dämmerung brummt plötzlich noch ein ausgewachsener Hirschkäfer über Matti hinweg. Leider fliegt das imposante Insekt etwas zu hoch, uns bleibt nur das Nachsehen.
Am nächsten Tag stehen zwei Esel am Campingplatz. Sie begleiten eine vierköpfige Gruppe Wanderer und erobern sofort Mattis Herz. „Süß!“ Matti bringt ihnen frisches Gras und Blumen, nur wenige Sekunden später ist das ganze Bouquet verspeist. Sechs Tage soll die Wandertour insgesamt dauern, erklärt Heinz Haese, einer der vier Wanderfreunde. Startpunkt und Ziel sei Fischbach bei Dahn; die Esel tragen einen Großteil des Gepäcks. Sie seien daran gewöhnt, sagt Haese, aber: „Die bleiben manchmal auch kurz stehen.“ In steilem Gelände. Dann wollen die Vierbeiner mal durchschnaufen. So sorgen die Langohren ganz von selbst für ein entschleunigtes Reisetempo.
Die Huftiere sind, wenn ihnen nicht der Magen knurrt, sehr lauf- und entdeckungsfreudig, ergänzt Yan Gerbes. Er ist sozusagen der Eselflüsterer der Gruppe und organisiert solche Touren. Für die Teilnehmenden sei vor allem die Interaktion mir den Vierbeinern ein echtes Erlebnis. Esel haben Charakter und Persönlichkeit, betont Gerbes. „Ihre Mimik ist sehr vielsagend, so entsteht schnell eine Verbindung zu dem Tier.“ Die Routen führen zudem stets zu landschaftlichen Besonderheiten wie den regionaltypischen Felsformationen, Seen oder schönen Wiesen. Tagesausflüge mit Esel bietet Gerbes regelmäßig an, die Wochentour dagegen nur einmal jährlich. Übernachtet wird dabei auch unter freiem Himmel, „fernab der Zivilisation“, erklärt der Wanderführer. Ein Erlebnis für die ganze Familie.
Die Sonne steht schon höher, es wird langsam warm. Ab an den See. Im seichten Wasser am Strand tummeln sich Schwärme von stecknadelgroßen Babyfischen. Matti möchte die Eltern sehen und setzt die Taucherbrille auf. Das Nass ist allerdings leicht angetrübt; durch seine von Huminstoffen aus dem Wald verursachte braune Färbung wirkt es fast wie Schwarztee. Barsch & Co bleiben also verborgen. Gesundheitlich ist das alles jedoch völlig unbedenklich. Die Europäische Umweltagentur EEA attestiert dem „Etang d’Haspelschiedt“, wie der Stausee auf Französisch heißt, auf ihrer Website eine exzellente Badewasserqualität. Gut zu wissen.
Inzwischen sind noch mehr Familien mit Kindern eingetroffen. Fröhliches Rufen und Gekicher unterstreichen die müßig entspannte Sommeratmosphäre, buntes Schwimmspielzeug schaukelt sanft auf den Kräuselwellen. Matti hat sich derweil wieder das Schmetterlingsnetz geschnappt und schleicht jetzt am Seeufer entlang. Diesmal gilt es den Libellen. Die flotten Luftakrobaten sind schwer einzufangen; erst nach gut 20 Minuten raschelt die erste von ihnen im Kescher herum – ein großer Vierfleck mit wunderschön glänzenden Flügeln. Vorsichtig nimmt Matti die Libelle zwischen die Finger und zeigt sie den anderen Kindern. „Tschüss“, sagen einige, als das Insekt wieder davonfliegt. Matti strahlt. „Papa, können wir hier bald noch mal hinfahren?“ Natürlich. //
Der letzte von ihnen wurde 1850 in den bayerischen Alpen getötet, danach war Lynx lynx, der Eurasische Luchs, aus dem Gebiet des heutigen Deutschlands verschwunden. Die Ausrottung galt damals als Erfolg, denn die größte heimische Katzenart wurde als übler Schädling betrachtet und ihr entsprechend gnadenlos nachgestellt. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wandelte sich die Sicht. 1971 begann die Schweiz ihr äußerst erfolgreiches Wiederansiedlungsprojekt, ein Jahr zuvor war in Deutschland ein solches Vorhaben im Bayerischen Wald gestartet worden. Aus der Eidgenossenschaft und Ostfrankreich wanderten während den 1990er Jahren auch mehrfach Luchse in den Pfälzer Wald ein, die allerdings immer wieder verschwanden. Manche Fachleute vermuten, diese könnten illegal agierenden Jägern zum Opfer gefallen sein.
2016 gingen Naturschützer und Bundesland Rheinland die Sache schließlich aktiv an. Mit finanzieller Unterstützung durch die EU wurden sechs Luchse in den slowakischen Karpaten eingefangen und im Pfälzer Wald wieder freigelassen. Nur ein Jahr später gab es in dieser neuen Heimat den ersten Nachwuchs. Bis 2020 kamen weitere 14 umgesiedelte Exemplare aus der Slowakei sowie der Schweiz hinzu. Trotz einiger Rückschläge scheint die Luchspopulation im Pfälzer Wald und in den Nordvogesen momentan zwischen 20 und 30 Tiere zu umfassen. Der Bestand kann trotzdem noch nicht als längerfristig gesichert gelten, weil die genetische Vielfalt fehlt. Mit anderen Worten: Es droht Inzucht. Diesem Problem lässt sich wohl nur durch weitere Umsiedlungen entgegenwirken, für eine ausreichende natürliche Zuwanderung ist die Region noch zu isoliert. Dem Naturtourismus indes dienen die Pinselohren bereits als Aushängeschild. Das Biosphärenreservat veranstaltet Walderlebnistouren mit dem Titel „Heute bin ich mal ein Luchs“, bei denen Kinder die Lebenswelt der Großkatzen hautnah erfahren können.
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