Text: Kurt de Swaaf
Das sieht hier aus wie ein Märchenwald, wie bei Hänsel und Gretel“, ruft Matti begeistert. Die Achtjährige setzt sich auf den dichten, angenehm trockenen Moosteppich und schaut fasziniert in die Baumkronen. „Kroh, kroh“, ertönt es von oben. Die schwarze Silhouette eines Rabens gleitet über die Wipfel hinweg. Von einem Knusperhäuschen oder gar einer Hexe ist allerdings nichts zu sehen, und wir haben eh unsere eigenen Brote mitgebracht. Andere Wanderer? Ebenfalls Fehlanzeige, auch wenn die als Ausflugsziel beliebte Dahner Hütte ganz in der Nähe liegt. Der Grund ist wahrscheinlich, dass die meisten Menschen eben nicht gerne querwaldein gehen. Herumliegendes Geäst, Matsch und Brombeerranken schrecken ab; da bleiben sie lieber auf den Wegen. Matti hat inzwischen einen Mistkäfer entdeckt. Das Tier versucht, sich strampelnd aus ihrer Hand zu befreien. „Die haben ganz schön Kraft.“ Doch der Käfer braucht keine Angst zu haben. Er bekommt ein eigenes Häuschen gebastelt, aus Rinde, Moos und Blättern. Darin fühlt er sich bestimmt wohl.





