Der Nobelpreis für Chemie geht dieses Jahr an die Amerikaner Alan J. Heeger, Alan G. MacDiarmid und den Japaner Hideki Shirakawa.
Mit geeigneten Dioden aus Kunststoff wird man eines Tages Fernsehbildschirme so flach machen wie ein Wandposter. Möglich wird dies durch leitenden und leuchtenden Kunststoff, wie ihn die Forscher Alan J. Heeger von der Universität Kalifornien, Alan G. MacDiarmid von der Universität Pennsylvania und Hideki Shirakawa von der Universität Tsukuba, Japan, entwickelt haben. Für die Erfindung erhalten sie dieses Jahr den Nobelpreis für Chemie.
Plastik gilt als hervorragender Isolator. Synthetisiert man jedoch Kunststoffmoleküle aus Kohlenstoffatomen, die abwechslungsweise Doppel- und Einfachbindungen tragen, und produziert man ein Ungleichgewicht in der Elektronenverteilung, entstehen hervorragende Leiter. Den ersten leitenden Kunststoff aus Polyacetylen synthetisierten Diarmid, Shirakawa und Heeger 1977. Leitende Kunststoffe werden heute unter anderem in Anzeigen von Mobiltelefonen und in Solarzellen verwendet.
Die vielen möglichen Anwendungen für den neuen Kunststoff sind kaum zu überblicken. Möglich ist zum Beispiel, dass in Zukunft auch Transistoren aus leitendem Kunststoff bestehen – aus nur einem Molekül. Damit würden Computer bedeutend schneller und kleiner.
Mehr über die Preisträger und ihre Entwicklung erfahren sie heute abend auf der unserer Homepage.
Marcel Falk





