Das Medikament MaxiPost verhinderte in Tierversuchen nach einem Schlaganfall weitere Schäden an Nervenzellen. Das berichten Wissenschaftler um Valentin Gribkoff vom Bristol-Myers Squibb Pharmaceutical Research Institute in Wallingford, Connecticut, im Fachmagazin Nature Medicine. Bald sollen nach Angaben der Forscher erste Tests an Menschen folgen.
Die Forscher glauben, dass das Medikament die Folgen des sogenannten ischemischen Hirninfarkt mindern kann. “Im Durchschnitt sehen wir eine 20 bis 30 prozentige Verminderung im Volumen des zerstörten Gewebes, wenn das Medikament ein bis zwei Stunden nach dem Schlaganfall gegeben wird,” sagte Gribkoff gegenüber Reuters Health.
Der Hirninfarkt ist mit etwa 85 Prozent der häufigste Typ eines Schlaganfalls. Dabei verstopft ein Blutgefäß und die Blutzufuhr zu einigen Hirnregionen bricht ab. Die daraus resultierende Sauerstoffunterversorgung der Nervenzellen kann eine Kettenreaktion auslösen, die eine Überflutung der Neuronen mit Calcium zur Folge haben kann. Dies kann Ursache für den neuronalen Zelltod nach einem Schlaganfall sein. MaxiPost greift in diesen Prozess ein. Es öffnet Kaliumkanäle in der Zellwand und Kalium wird aus der Zelle gepumpt, wodurch das Calcium nicht mehr in die Zellen eintreten kann.
Das Medikament zeigte keine Nebenwirkungen auf den Blutdruck, Herzschlag oder den cerebralen Blutfluss, sagte Gribkoff.
Nicole Waschke





