Ein neues Krebsmedikament hilft Patientinnen bei metastasierendem Brustkrebs, einer besonders aggressiven Art von Krebs. Das berichten Wissenschaftler von der New Yorker School of Medicine. Die Ergebnisse ihrer Studie haben die Forscher im New England Journal of Medicine veröffentlicht.
Das neue Medikament senkt bei speziellen Brustkrebsformen in Kombination mit einer Chemotherapie die Todesrate von 33 auf 22 Prozent. Mit dem neuen Krebsmedikament Herceptin kann Frauen mit einer besonders aggressiven und speziellen Brustkrebsform auch noch im fortgeschrittenen Stadium geholfen werden. Notwendig für eine effektive Behandlung mit Herceptin ist aber eine genaue Diagnose der Brustkrebsform, erklärt Dr. Dennis Slamon von der Universität California in Los Angeles.
Da der Einsatz von Herceptin zu ernsthaften Nebenwirkungen führen kann, sind permanente Kontrolluntersuchungen während einer Behandlung notwendig. Und obwohl im Vergleich zur Chemotherapie die Patientinnen nicht unter Übelkeit und Haarverlust leiden, können bei 10 bis 20 Prozent der Behandlungen Herzerkrankungen auftreten.
Frauen, die in Gewebeproben eine erhöhte Konzentration des Wachstumsfaktor-Rezeptors HER2 haben, leiden an einer besonders aggressiven Form von Brustkrebs. Ihre Überlebenschance war bisher deutlich geringer als bei anderen Brustkrebs-Patientinnen. Herceptin ist ein Antikörper und wirkt spezifisch gegen diese Rezeptoren auf den Krebszellen. Dieses neue Medikament bietet einen großen Fortschritt bei der Behandlung von metastasierendem Brustkrebs, erklärt Dr. Ruth Oratz von der New Yorker School of Medicine.
Die offizielle Zulassung von Herceptin für die klinische Anwendung wurde in Deutschland im Sommer 2000 erteilt. Der Name dieses spezifischen HER2-Antikörpers ist Trastuzumab.
Dr. Leyla Schmidt





