Bluthochdruck und Herzversagen können künftig möglicherweise mit einem Wirkstoff behandelt werden, der die altersbedingte Steifheit der Blutgefäße verringert. Das berichten Forscher vom US- Institut für Alterungsforschung.
Der neue Wirkstoff mit der Bezeichnung ALT-711 zertrennt die chemischen Bindungen zwischen Kollagen- und Zuckermolekülen in den Wänden der Blutgefäße. Diese Bindungen machen das Kollagen weniger biegsam und versteifen dadurch die Gefäßwände, was zu chronischem Bluthochdruck führen kann.
Für die Studie untersuchten die Wissenschaftler 93 Probanden, die über fünfzig Jahre alt waren und an Gefäßverhärtung und Bluthochdruck litten. Die Hälfte der Patienten wurde mit ALT-711, behandelt. Nach zwei Monaten war der Bluthochdruck in dieser Gruppe deutlich niedriger, als bei einer Vergleichgruppe, die lediglich ein Scheinmedikament erhielt. Graviernde Nebenwirkungen stellten die Wissenschaftler nicht fest.
“Das besondere an diesem Wirkstoff ist, dass er die Eigenschaften der Gefäßwände verändert”, erklärte Edward Lakatta, einer der Autoren der Studie. “Zusammen mit unseren Tierversuchen haben wir gezeigt, dass ALT-711 ein sichere und wirksame Therapie für eine altersbedingte Verhärtung der Gefäßwände sein könnte.”
Adam Bostanci





