Eine neue Methode, mit der Krebszellen aus dem Brustgewebe frühzeitig aufgespürt werden können, haben Wissenschaftler der Johns Hopkins University School of Medicine in Baltimore entwickelt. Bei dem Verfahren werden Zellen durch eine “Spülung” aus dem Drüsensystems der Brust herausbefördert und auf krebstypische genetische Merkmale untersucht. Der Test könne zu einer verbesserten Früherkennung von Brustkrebs beitragen, berichten die Wissenschaftler im Fachblatt The Lancet.
Um die Krebszellen von gesunden Zellen zu unterscheiden, machen sich die Forscher eine Besonderheit der Krebszellen zu Nutze. Bestimmte Gene dieser Zellen liegen durch chemische Veränderungen der DNA in einem inaktiven Zustand vor. Diese chemischen Veränderungen sind es, die mit der neuen Methode jetzt aufgedeckt werden können.
Bei einer Spülung der Brustdrüsen wird eine Salzlösung mittels eines winzigen Katheters durch die verzweigten Drüsenkanäle des Brustgewebes geschleust. Da die meisten Geschwüre bei Brustkrebs im Drüsengewebe entstehen, sind in dieser Flüssigkeit schon in sehr frühen Stadien entartete Zellen enthalten. Bisher war es jedoch nicht möglich, diese Zellen von gesunden Zellen zu unterscheiden.
Irina Lorenz-Meyer





