Eine neue Technik ermöglicht jetzt mit geringem Zeitaufwand, die Aktivität und das Zusammenspiel der Gene zu untersuchen. Amerikanische Wissenschaftler haben damit in nur einer Woche die Forschungsarbeit von Jahren geschafft, berichten sie in der Fachzeitschrift “Science” (Band 298, S. 799).
David Gifford vom Technologiezentrum und Richard Young vom Whitehead Institut für biomedizinische Forschung in Massachusetts entwickelten eine besondere Form von DNA-Chips. Auf diese winzig kleinen Glasplättchen werden Teile des Erbgutes aufgetragen und anschließend untersucht. Das erlaubt Wissenschaftlern, die Aktivität vieler Gene gleichzeitig zu erforschen.
Bisher sei es immer nur möglich gewesen, einzelne Abschnitte des Erbgutes zu untersuchen, erklärt Gifford. Er und sein Kollege Young konnten erstmals das gesamte Erbgut einer Hefezelle auf die neuen DNA-Chips auftragen. Die Wissenschaftler haben so einen kurzen Einblick in den vollständigen Lebensablauf einer einzelnen Zelle erhalten.
Die Kenntnis über diese Zellabläufe habe große Auswirkung auf die medizinische Forschung, erklärt Young. Mit diesem Wissen sei es Forschern möglich, neue Medikamente zu entwickeln. Denn viele Krankheiten würden durch entstehen, dass Zellen bestimmte Eiweiße zuviel oder zu wenig produzieren.
ddp/bdw – Teresa Baethmann





