Bis neu entdeckte Tier- und Pflanzenarten wissenschaftlich genau beschrieben und benannt sind, kann es Jahrzehnte dauern. In der Zwischenzeit sind manche Arten schon wieder ausgestorben, moniert Benoît Fontaine vom Naturhistorischen Museum in Paris. Er hatte mit seinem Team die wissenschaftliche Literatur aus dem Jahr 2007 auf neu entdeckte Spezies durchforstet. Insgesamt waren damals rund 17 000 neue Arten beschrieben worden. Die Forscher trafen eine Zufallsauswahl von 570 Arten – darunter Pflanzen, Fische, Landwirbeltiere, Insekten, Pilze und Algen. Fontaine war erstaunt, als er feststellte, dass vom Zeitpunkt der Entdeckung einer Art bis zu ihrer Beschreibung im Schnitt knapp 21 Jahre vergehen. Bis dahin lagert die Spezies konserviert im Regal eines Museums oder einer botanischen Sammlung. Verantwortlich für die Verzögerung ist laut Fontaine vor allem der Mangel an Taxonomen.





