Häufige Nachtschichten können bei Frauen das Risiko für Brustkrebs verdoppeln. Bereits gelegentliche Nachtarbeit erhöht das Risiko um das eineinhalbfache, berichtet das “Journal of the National Cancer Institute” (Bd. 20, S. 1557).
Forscher des Fred-Hutchinson-Zentrums für Krebsforschung in Seattle haben über 800 Frauen mit Brustkrebs nach ihren Arbeitsrhythmen in den vergangenen zehn Jahren befragt. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass das Brustkrebsrisiko mit der Häufigkeit und der Länge von Nachtschichten deutlich ansteigt.
Der Grund für die höhere Krebsrate ist ein gestörter Hormonspiegel, vermuten die Wissenschaftler. Bei Nachtarbeit produziert das Gehirn weniger Melatonin. Ist weniger Melatonin im Blut, entlassen die Eierstöcke mehr Östrogen ins Blut, was die Entstehung von Brustkrebs fördert.
Brustkrebs ist bei Frauen in Deutschland die am weitesten verbreitete bösartige Krebsart und die häufigste Todesursache von Frauen zwischen 35 und 55 Jahren. Jedes Jahr sterben etwa 19.000 Frauen an Brustkrebs.
ddp/bdw – Andreas Wawrzinek





