Kleine Stechmücken aus der Familie der Gnitzen plagen Menschen vor allem in den nördlichen Teilen der Erde. Wissenschaftler haben nun herausgefunden, dass die Insekten bestimmte Menschen lieber stechen als andere. Sie führen das auf die unterschiedliche Zusammensetzung des Schweißes zurück.
Die Mücken aus der Gattung Culicoides prüfen den Schweißgeruch mit ihren Fühlern. Einige Menschen riechen für die Mücken ganz offensichtlich besser als andere: “Jede Mücke hat etwa 500 Sinneshaare auf ihren Fühlern”, sagt Sally Singh vom Zentrum für tropische Veterinärmedizin der Universität Edinburgh. “Die so ausgerüsteten Fühler sind die “Nasen” der Stechmücken, mit denen sie ihnen zusagende Gerüche von weniger angenehmen unterscheiden können.”
Einzelheiten darüber, was die Gnitzen schmackhaft finden und was nicht, will die Forscherin diese Woche bei einem Insektenkundler-Kongress in Edinburgh bekannt geben. Die Wissenschaftlerin hofft, dass ihre Ergebnisse dazu beitragen, ein Abwehrmittel zu finden, das möglichst alle Menschen für die Stechmücken unattraktiv macht.
Culicoides-Arten sind Stechmücken, die nur etwa zwei Millimeter groß werden. Deswegen benötigt man in Gebieten, in denen sie vorkommen, besonders engmaschige Mückennetze. Nur die weiblichen Tiere saugen Blut, was sie bevorzugt abends und nachts tun. Ihr Stich juckt und brennt unangenehm.
Dr. Sebastian Messerschmid





