Milchtrinker leben gesünder als Menschen, die auf das fetthaltige Getränk verzichten. Sie tragen kein erhöhtes Risiko einer Erkrankung der Herzkranzgefäße. Das ergibt eine Untersuchung von Wissenschaftlern der Universität von Bristol. Die ihre Ergebnisse ihrer Studien haben sie im Journal of Epidemiology and Community Health veröffentlicht.
Für die Studie wurden Anfang der siebziger Jahre in West-Schottland 5.700 Männer im Alter von 35 bis 64 Jahren ausgewählt. Im Verlauf von 25 Jahren starben 892 an Erkrankungen der Herzkranzgefäße. Von den Teilnehmern, die mehr als anderthalb Tassen Milch pro Tag tranken, starben in dieser Zeit acht Prozent weniger an Herzerkrankungen als in der Gruppe der Wenigtrinker. Auch die Häufigkeit anderer krankheitsbedingter Todesfälle war bei den Milchtrinkern geringer. Damit konnte die frühere Annahme, dass der regelmäßige Konsum von Milch und Milchprodukten zu einem erhöhten Cholesterinspiegel führt, nicht bestätigt werden.
Die Wissenschaftler halten es für möglich, dass der hohe Kalziumgehalt der Milch als mögliche Ursache für den positiven Effekt in Frage kommt. Für das Ergebnis der Studie könnte auch eine Rolle spielen, dass Milchtrinker generell gesünder leben und zum Beispiel weniger Rauchen, spekulieren die Autoren.
Joachim Czichos





