Winzige Blutstropfen reichen bereits, um das Erbgut zu analysieren. US-Mediziner entwickelten jetzt ein Mikrochip-Gerät, das auf die bisher üblichen Zwischenschritte zwischen Blutabnahme und DNA-Analyse verzichtet. Damit sinkt die Gefahr für Verunreinigungen, die das Ergebnis verfälschen und dem Blutspender falsche Erbinformationen zuweisen können.
Während heute übliche Geräte in mehreren Schritten vorgehen und die Aufbereitung der Blutproben von der Analyse getrennt angehen, arbeitet das integrierte System von Larry Kricka und Kollegen von der University of Pennsylvania ohne externe Zwischenschritte. Ihr Mikrochip-Gerät filtert aus dem Blutstropfen die DNA-tragenden weißen Blutkörperchen heraus und vermehrt (amplifiziert) dann die ins Visier genommenen Erbgutsequenzen, um sie analysieren zu können.
Die Forscher konnten auf diese Weise aus nur 3 Mikrolitern Blut das Gen für den Gerinnungsfaktor V nachweisen, berichten sie im Fachblatt Genome Research. Sie entwickelten bereits den Prototyp eines weiteren Geräts, das an ein und demselben Blutstropfen weitere Analysen vornehmen kann und die Gefahr der Verunreinigung weiter senkt.
Dörte Saße





