Ob ein Patient den Krebs besiegt, hängt nicht von seiner mentalen Einstellung zur Krankheit ab. Optimisten haben keine besseren Überlebenschancen, berichtet ein kanadisch britisches Forscherteam in der Fachzeitschrift “British Medical Journal” (Bd. 325, S. 1066).
Die Mediziner um Mark Petticrew analysierten 26 Studien, die den Effekt verschiedener psychischer Bewältigungsstrategien auf die Erholung von der schweren Krankheit untersucht hatten. Die Wissenschaftler konnten bestehende Vermutungen, dass eine positive Lebenseinstellung hilft, den Krebs zu besiegen, nicht bestätigen. Sie fanden kaum überzeugende Hinweise auf einen solchen Zusammenhang.
Krebspatienten gehen völlig unterschiedlich mit der Krankheit um. Manche kämpfen optimistisch gegen sie an, manche geben sich auf, wieder andere verleugnen oder verdrängen, dass sie Krebs haben. Menschen, die an Krebs leiden, sollten sich jedoch nicht eine bestimmte Bewältigungsstrategie aufzwingen, um ihre Überlebenschancen zu verbessern, sagen Petticrew und seine Kollegen.
ddp/bdw – Cornelia Pfaff





