Die Zahl der Delfine in der Nordsee ist deutlich angestiegen. Darauf deuten Untersuchungen britischer Forscher hin. Als Hauptursachen für die Zunahme sehen Joanna Stockill von der Universität in Newcastle und ihre Kollegen die ansteigenden Temperaturen des Meerwassers und ein reichhaltiges Nahrungsangebot. Das meldet die Universität von Newcastle upon Tyne.
Stockill und ihre Kollegen baten für ihr Forschungsprojekt zahlreiche Fischer und Yachtbesitzer um Hilfe. Diese sollten den Wissenschaftlern berichten, wenn sie auf See Wale beziehungsweise Delfine gesehen hatten. Die Freiwilligen füllten jeweils ausführliche Fragebögen über ihre Beobachtungen aus. In dem erfassten Gebiet, das von Nord-Northumberland bis in den Norden von Yorkshire reicht, tummeln sich sechs unterschiedliche Delfinarten ? darunter kleine und große Tümmler, Rundkopf- und Weißschnauzendelfine.
Insgesamt hatten die freiwilligen Beobachter den Eindruck, dass die Anzahl der Tiere in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen hatte. Ein Fischer bemerkte etwa eine ganze Delfinschule mit rund 250 Exemplaren. Die Meeressäuger finden in der Nordsee mittlerweile eine Fülle von Futter ? Heringe, Makrelen, Tintenfische und gelegentlich auch Sardinen. Außerdem halten es die Biologen für wahrscheinlich, dass höhere Wassertemperaturen die Tiere anziehen. Darauf deutet zum Beispiel das verstärkte Aufkommen der bis zu 3,80 Meter langen Rundkopfdelfine hin, die wärmere Gewässer bevorzugen.
ddp/wissenschaft.de ? Cornelia Dick-Pfaff





