Ärzte der Universitätsklinik Erlangen-Nürnberg erproben einen Medizinroboter zum assistierenden Einsatz bei Hirnoperationen. Präzision und Sicherheit seien bei dem Robotersystem “URS Evolution 1” wesentlich größer, als sie ein Mensch je leisten könne, sagte der Direktor der Neurochirurgischen Klinik, Roland Fahlbusch, am Donnerstag. Das Robotersystem “URS Evolution 1” wurde von der Firma URS (Universal Robot Systems) aus Parchim konstruiert.
Das Medizinerteam teste mit Hilfe des Roboters zunächst an Modellen und Kadavern unterstützende Aufgaben bei Operationen am Schädel, Hirn und der Wirbelsäule, erläuterte Fahlbusch. Der Einsatz an Patienten ist im Laufe des Sommers geplant.
“Wenn wir erst die Grundtechnik beherrschen, sind weitere medizinische Anwendungsmöglichkeiten möglich”, sagt Michael Prechtel, URS-Geschäftsführer am Donnerstag in Erlangen.
Seit Einführung der modernen Neuronavigation in Erlangen arbeitet eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe von Medizinern, Physikern und Informatikern unter der Leitung von Fahlbusch daran, schonendere Operationsmethoden am Gehirn zu entwickeln. An der Entwicklung des Prototyps “URS Evolution 1” waren auch die Technische Fakultät des Instituts für Medizinische Physik unter der Leitung von Willi Kalender beteiligt. Mitfinanziert wurde das Projekt auch vom Freistaat Bayern.
dpa





