In der afrikanischen Sub-Sahara-Region sterben jährlich über eine Million Kinder an dem Tropenfieber Malaria, gegen das es immer noch keine Impfung gibt. Forscher des Pariser Pasteur-Instituts haben ein Protein des Malariaerregers Schimpansen gespritzt, worauf diese eine Immunreaktion entwickelten und gegen eine Malariainfektion geschützt waren.
Der für die gefährlichste Malariaform verantwortliche Parasit Plasmodium falciparum hat einen komplexen Lebenszyklus: Mit dem Speichel der Anophelesmücke gelangt er ins menschliche Blut und infiziert zunächst die Leber. Dort reift er weiter heran und vermehrt sich, bevor die nächste Erregergeneration rote Blutkörperchen befällt und Fieberschübe auslöst.
Pierre Druihle und seine Kollegen halten die “Leberphase” der Plasmodien für das geeignete Ziel einer Impfung. Die Wissenschaftler spritzten das als LSA-3 bezeichnete Protein Schimpansen und fanden diese daraufhin gegen eine Malariainfektion geschützt, berichten sie in Nature Medicine (6 1258-1263, und 1218-1219).
Der Malariaexperte Stephen Hoffman hingegen warnt vor allzu frühem Enthusiasmus. Er sieht die Zukunft der Malariabekämpfung eher in der Entwicklung von Impfungen mit verschiedenen Proteinen des Erregers.
Kirsten Lindloff





