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Löwen in Kenia ohne Mähne, aber mit viel Macht

Die Löwenmännchen im kenianischen Tsavo-Nationalpark haben keine Mähnen und könnten daher mit glatzköpfigen Männern etwas gemeinsam haben: besonders hohe Werte des männlichen Hormons Testosteron. Das zumindest legen Studien amerikanischer Forscher nahe, die im "Canadian Journal of Zoology" (Ausg. 80, Bd. 3) über ihre Forschung an den als besonders aggressiv geltenden Löwen dieser Region berichten.
Die Löwenmännchen im kenianischen Tsavo-Nationalpark haben keine Mähnen und könnten daher mit glatzköpfigen Männern etwas gemeinsam haben: besonders hohe Werte des männlichen Hormons Testosteron. Das zumindest legen Studien amerikanischer Forscher nahe, die im “Canadian Journal of Zoology” (Ausg. 80, Bd. 3) über ihre Forschung an den als besonders aggressiv geltenden Löwen dieser Region berichten. Die Löwenmännchen aus dem Tsavo-Nationalpark sind zwar nicht kahlhäuptig, doch bei ihnen fehlt die typische wallende Mähne der Großkatzen anderer afrikanischer Wildgebiete. Im Gegensatz zu ihnen dulden Tsavo-Löwen keine Nebenbuhler in den von ihnen beherrschten Rudeln, die im Schnitt sieben Weibchen umfassen. Die Autoren der Studie, Roland W. Kays und Bruce D. Patterson vom Staatsmuseum New York in Albany vermuten nun, dass das besonders herrische Verhalten der Löwen auf einen genetisch bedingten höheren Testosteronspiegel zurückzuführen ist. Dieser könnte auch der Grund für die fehlende Mähne sein, vermuten die Forscher, die jetzt den Hormonspiegel der Löwen genauer untersuchen wollen. Die Löwen könnten damit von einem ähnlichen Leiden befallen sein wie glatzköpfige Männer, bei denen Testosteron ebenfalls eine große Rolle spielt, wie die Hautärzte Hamilton und Norwood bereits vor sechzig Jahren erkannten. Die haarproduzierenden so genannten Follikel in der Kopfhaut reagieren dabei empfindlich auf ein Abbauprodukt des Testosterons. Die Folge sind geringeres Wachstum und Haarausfall. ddp/bdw – Ulrich Dewald

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