In hundert Trainingsdurchgängen wurden die richtigen Wörter mit den Tieren eins nach dem anderen eingeführt und öfter wiederholt. Die Nichtwörter wurden nur einmal gezeigt. Die Affen sollten dann, nachdem sie eine Buchstabenfolge betrachtet hatten, durch Berühren zweier Symbole entscheiden, ob das ein Wort oder kein Wort war. Entschieden sie sich richtig, bekamen sie einen Leckerbissen als Belohnung.
Die Affen konnten schon nach sechs Wochen Dutzende Wörter von Nichtwörtern unterscheiden, wobei ihr Sprachtalent von 81 Wörtern beim Pavian Vio, bis zu 308 Wörtern bei Pavian Dan reichte. Wie wir das auch beim Menschen kennen, war die Fehlerquote umso häufiger, je größer die Ähnlichkeit zwischen einem Nichtwort einem echten Wort war. “Aber noch wichtiger: Selbst echte Wörter, die die Paviane zum ersten Mal sahen, wurden von ihnen signifikant weniger häufig als “Nichtwort” eingestuft als die Nonsenskombinationen”, berichten Grainger und sein Team im Fachmagazin “Science”. Demnach könne hatten die Paviane unbewusst mitbekommen, dass manche Buchstabenkombinationen besonders häufig oder nie in den echten Worten vorkamen. Möglicherweise verfügen noch wesentlich mehr Tierarten über diesen Mechanismus des statistischen Lernens, vermuten die Forscher.





