Als vor vier Jahren in einem Steinbruch im niedersächsischen Obernkirchen die Fußspuren eines unbekannten zweizehigen vogelartigen Raubsauriers ans Licht kamen, war das eine Sensation. Jetzt präsentiert das Niedersächsische Landesmuseum in Hannover ein lebensechtes Modell des 1,30 Meter großen Tieres, das vor rund 140 Millionen Jahren lebte und zur Familie der Troodontidae, der Sichelklauendinosaurier, gehörte.
Die Rekonstruktion beruht auf Untersuchungen der Fundstelle, die die Oberkustodin der Abteilung Geowissenschaften des Museum, Annette Richter, ausgewertet hat. Das Besondere an dem Raptor, der einem modernen Emu ähnelt, war seine messerscharfe Sichelklaue, die er als Waffe benutzte, beim Laufen jedoch nach oben klappte.





