Eine große, gut funktionierende Plazenta ist offenbar ein Zeichen für ein höheres Brustkrebsrisiko. So lautet das Ergebnis einer Langzeitstudie, von der Wissenschaftler um Barbara Cohn vom Public Health Institute in Berkeley in der Augustausgabe des Fachmagazins Journal of the Journal of the National Cancer Institute berichten.
In San Francisco hatten die Krebsforscher in den Sechzigern, Nachgeburten von über 3800 Frauen vermessen. 40 Jahre später ermittelten sie mit Hilfe eines landesweiten Krebsregisters die Frauen, die mittlerweile an Brustkrebs erkrankt sind.
Das Ergebnis: Frauen mit einer überdurchschnittlich kleinen Plazenta, und Frauen deren Mutterkuchen bei der Geburt eine erhöhte Proteinablagerungen aufwiesen, hatten ein höchstens halb so großes Brustkrebsrisiko, wie ihre Frauen mit guter Plazentaqualität. Auch waren Frauen, die in den letzten Monaten ihrer Schwangerschaft unter hohem Blutdruck gelitten hatten -einem Zeichen für eine eingeschränkte Plazentafunktion -,weniger anfällig für den Krebs.
Wie die Untersuchungsergebnisse zu deuten sind, ist unklar. “Zur Zeit gibt es noch keinen praktischen Nutzen”, betont Cohn. Die Bedeutung ihrer Arbeit liege im Bereich der Grundlagenforschung.
Andrea Hoferichter





