Französiche Wissenschaftler haben mikroskopische Blutungen im Gehirn als Vorboten für schwerwiegende Hirnblutungen bei Schlaganfall-Patienten identifiziert. Diese wichtigen Erkenntnisse für die Nachbehandlung von ischämischen Schlaganfällen erscheinen in der Märzausgabe von Stroke.
Nighoghossian und Kollegen untersuchten an 100 Schlaganfall-Patienten (19 bis 83 Jahre) den Zusammenhang zwischen Mikroblutungen und Hirnblutungen. Das Ergebnis: Patienten mit zerebralen Mikroblutungen erlitten siebenmal häufiger Hirnblutungen nach einem ischämischen Schlaganfall als Patienten ohne Mikroblutungen. Die Mediziner des Hospital Neurologique in Lyon nutzten zur Diagnose der Mikroblutungen Magnetresonanzspektroskopie und Computertomographie.
Bei 20 bis 40 Prozent aller Patienten mit ischämischen Schlaganfall kommt es eine Woche nach den ersten Symptomen zu ernsten Hirnblutungen. Nighoghossian rät, Patienten mit Mikroblutungen besonders vorsichtig zu behandeln.
Markus Batscheider





