Die Menschen sind sich genetisch über Rassengrenzen hinweg äußerst ähnlich. Das hat eine akribische Analyse des Chromosoms 21 von Menschen aus 24 verschiedenen ethnischen Gruppierungen ergeben, die in der aktuellen Ausgabe von “Science” vorgestellt wird (Bd. 294, S. 17).
Die Forscher um Nila Patil von der amerikanischen Firma “Perlegen Sciences” suchten auf den Chromosomen nach winzigen Unterschiedenen in der Sequenz, nach den so genannten SNPs. Mit ihrer Methode entdeckten die Forscher über 20.000 dieser feinen Unterschiede auf den Chromosomen. Diese treten aber nicht unabhängig voneinander auf, sondern mehrere SNPs zusammen werden immer im Bündel weitervererbt. Diese “Bündel” bezeichnen Genetiker als Haplotyp.
Die meisten dieser Haplotypen teilen sich die Menschen weltweit. Über 80 Prozent der SNP-Bündel kommen in allen Ethnien vor, fanden die Forscher. Nur acht Prozent dagegen sind typisch für bestimmte Volksgruppen.
Marcel Falk





