Patienten mit Parkinson haben oft einen zu niedrigen Folsäurespiegel im Blut. Bisher wussten Wissenschaftler indes nicht, ob dies Ursache oder Folge der Krankheit ist. Nach der Studie, die im Journal of Neurochemistry (Vol. 80, S. 101)erscheint, scheint der Folsäuremangel ursächlich an der Erkrankung Parkinson beteiligt sein zu. In einer Studie an Mäusen haben Wissenschaftler vom National Institute on Aging in Bethesda, USA, eine Verbindung zwischen Folsäuremangel und Parkinson herstellen können.
Die Wissenschaftler um Mark Mattson fütterten eine Mausgruppe mit folsäurehaltiger Nahrung und eine andere Gruppe Mäuse bekam Nahrung, die dieses Vitamin nicht enthielt. Dann gaben sie den Mäusen eine Chemikalie, die Parkinsonähnliche Symptome hervorruft. Bei den Mäusen, die keine Folsäure mit der Nahrung aufgenommen haben, zeigten sich schwere Symptome der Krankheit, während bei den Mäusen, die Folsäure zu Essen bekamen, kaum Symptome zu sehen waren.
Folsäuremangel kann beim Menschen zu depressiven Verstimmungen, Schlaflosigkeit, psychischen Störungen und Vergesslichkeit führen.
Nicole Waschke





