Affen auf afrikanischen Märkten sind oft mit dem Vorläufer des Aidserregers, dem SI-Virus, infiziert. In Kamerun etwa sei jedes sechste Tier, das zum Verspeisen angeboten wird, betroffen, berichtet ein internationales Forscherteam im Fachmagazin “Emerging Infectious Diseases” (Mai-Ausgabe).
Diese SI-Viren könnten jederzeit wieder auf den Menschen übergehen, wie das schon bei HIV-1 und HIV-2 passiert sei, warnen die Forscher. Am wahrscheinlichsten sei die Übertragung durch Blut oder andere Sekrete der Affen oder über Bisse. Dieses Risiko ist in den letzten Jahren gestiegen: Durch die Erschließung der Regenwälder sei Affenfleisch heute gefragter denn je, sagen die Wissenschaftler um Marine Peeters vom Forschungsinstitut für Entwicklung in Montpellier.
Marcel Falk





