Die Universität Yale will ihre Medizinstudenten künftig in Kunstseminare schicken. Das Interpretieren von Gemälden fördere die diagnostischen Fähigkeiten der angehenden Mediziner mehr als zusätzliche Vorlesungen, berichtet der Dermatologe Irwin Braverman im Magazin Nature.
Die Universität ließ in einem didaktischen Versuch Medizinstudenten in einem Seminar klassische Gemälde interpretieren. Eine zweite Gruppe von Studenten besuchte statt dessen eine zusätzliches Anatomie-Vorlesung. Bei einer späteren Deutung von Krankheitsbildern zeigte sich, dass die Studenten aus dem Kunstseminar bessere Diagnosen stellten. Ihnen fielen entscheidende Details offenbar schneller auf.
Knut Zimmer





