Frauen mit kürzeren Oberschenkeln haben ein erhöhtes Risiko, an Diabetes zu erkranken. Das legen Untersuchungen amerikanischer Forscher nahe. Faktoren, die das Wachstum während der frühen Entwicklung und damit die Oberschenkellänge beeinflussen, könnten auch die Glukosetoleranz beeinträchtigen und damit Diabetes begünstigen. Das berichten Keiko Asao von der John Hopkins Universität in Baltimore und ihre Kollegen auf der American Heart Association’s 43rd Annual Conference on Cardiovascular Disease Epidemiology and Prevention in Miami (USA).
Die Wissenschaftler analysierten die Daten von knapp 9.000 Männern und Frauen. Sie gruppierten die Teilnehmer nach Geschlecht und Herkunft und verglichen deren Glukosetoleranz und die Länge der Oberschenkel. Bei einer beeinträchtigten Glukosetoleranz kann der Körper den Blutzucker nicht mehr effizient verarbeiten, was ein erstes Anzeichen einer späteren Diabetes ist.
Die durchschnittliche Oberschenkellänge für Männer und Frauen mit normalen Werten lag bei 40,2 Zentimetern. Bei Personen mit beeinträchtigter Glukosetoleranz war der Oberschenkel dagegen im Schnitt 39,1 Zentimeter lang, bei Diabetikern nur 38,3 Zentimeter. Nachdem die Forscher Risikofaktoren wie Alter, Gewicht oder Diabetes in der Familie berücksichtigt hatten, blieb der Zusammenhang zwischen einem kürzeren Oberschenkel und Diabetes bei weißen Frauen bestehen.
Die Studie bestätigt damit Vermutungen, dass Faktoren, die das frühe Wachstum in der Gebärmutter und während der Kindheit bestimmen, auch zu der Entwicklung von Diabetes beitragen können.
ddp/bdw – Cornelia Pfaff





