Je jünger ein Fahrschüler bei seinem ersten Rausch war, desto größer ist die Gefahr, dass er später auch wegen Alkohol am Steuer die Fahrerlaubnis verliert. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Psychologischen Seminars der Universität Köln unter der Leitung von Egon Stephan.
Den Ergebnissen der Forscher zufolge sind männliche Fahrschüler in der Regel beim ersten Rausch jünger und sie trinken auch bereits zur Zeit des Fahrschulbesuches im Durchschnitt deutlich mehr Alkohol als junge Frauen.
Die Untersuchung liegt eine Befragung von rund 6.000 Fahrschülerinnen und Fahrschülern zugrunde. Bei den meisten wurden die Weichen für Verkehrssünden bereits gestellt, bevor sie überhaupt einen Führerschein hatten. Bereits in der Fahrschule können die zukünftigen “schwarzen Schafe” auf Grund ihrer eigenen Angaben mit einer recht hohen Wahrscheinlichkeit vorausgesagt werden.
Wie beim Alkoholkonsum sind auch bei den anderen Verkehrsverstößen wie Geschwindigkeitsübertretungen oder Nötigung deutliche geschlechtsspezifische Unterschiede erkennbar. Junge Männer äußern sich viel eher kritisch über den Sinn und die Notwendigkeit von Verkehrsvorschriften als junge Frauen. Unter den jungen Männern gehören diejenigen, die diesen Vorschriften zum Zeitpunkt des Führerscheinerwerbs besonders kritisch gegenüberstehen, zu den Fahrschülern, die später dann auch besonders häufig in Flensburg mit Punktedelikten vertreten waren.
idw





