Krumme Beine können nach Operationen am Knie Arthritis auslösen. Zu diesem Schluss kommen Joseph Guettler und seine Kollegen von der Duke-Universität in North Carolina. Ärzte sollten daher nach Eingriffen am Knorpel oder den Menisken des Knies krumme Ober- und Unterschenkelknochen chirurgisch korrigieren. Das sagten die Forscher auf der Jahrestagung der Amerikanischen Orthopädischen Gesellschaft für Sportmedizin in Orlando.
Bereits eine Fehlstellung der Knochen von nur drei Grad erhöht den Druck auf das Kniegelenk um das Doppelte und beschleunigt so den Verschleiß, fanden die Mediziner. Sie hatten acht Knie von Verstorbenen mit Knorpelschäden maschinell unter Druck gesetzt und gemessen, wie sich die Belastung bei verschiedenen Knochenstellungen auf das Kniegelenk überträgt.
Bei Patienten mit schweren Knorpelverletzungen könne die Knochenstellung mit einer so genannten Osteotomie korrigiert werden, sagt Guettler. Dabei entfernen Ärzte einen Keil aus dem Beinknochen.
ddp/bdw – Barbara Witthuhn, Foto: Duke Universität, Durham





