Auf der Suche nach neuen Medikamenten sind Forscher auf der Haut von Meeresbewohnern fündig geworden. Auf dem Körper von Seescheiden haben amerikanische Wissenschaftler Bakterien entdeckt, die Krebs bekämpfende Substanzen produzieren. Das berichtet das Wissenschaftsmagazins “Nature” in seiner Online-Ausgabe.
Seescheiden sind wirbellose Tiere, die in Kolonien den küstennahen Meeresboden bevölkern. Pharmaforscher um Haiyin He von der Pharmafirma Wyeth-Ayerst in Pearl River (USA) haben auf einer vor den Fidschi-Inseln vorkommenden Seescheidenart den bisher unbekannten Bakterienstamm nachgewiesen. Die Bakterien erzeugen eine Substanz, der Tumorzellen schädigt und daher zur Krebsbekämpfung eingesetzt werden könnte. Mit dem Stoff schützen sich die Bakterien vermutlich vor konkurrierenden Bakterienstämmen.
Cornelia Pfaff





