In Europa (Russland und die Ukraine eingeschlossen) erkranken immer mehr Menschen an Krebs. 3,2 Millionen (53 Prozent Männer, 47 Prozent Frauen) waren es im vergangenen Jahr nach einer Studie der International Agency for Research on Cancer (IARC) in Lyon, einer Institution der Weltgesundheitsorganisation WHO. Das sind 300 000 Krebserkrankungen mehr als bei der letzten Erhebung im Jahr 2004. IARC-Chef Peter Boyle führt die Zunahme vor allem auf das gestiegene Alter der Bevölkerung zurück.
Die Zahl der Todesfälle blieb mit rund 1,7 Millionen etwa gleich (56 Prozent Männer, 44 Prozent Frauen). Zwar sank die Zahl der Menschen, die an Magenkrebs starben, um 0,7 Prozent auf 118 000. Doch 1,8 Prozent mehr Patienten (insgesamt 207 000) erlagen ihrem Darmkrebs. Am häufigsten wurde Brustkrebs diagnostiziert, gefolgt von Darm- und Lungenkrebs. Die meisten Toten forderte der Lungenkrebs.
In Deutschland erkranken jedes Jahr rund 420 000 Menschen an Krebs, und es gibt etwa 210 000 Krebstote.





