Ernsthafte Kopfverletzungen in jungen Jahren verdoppeln einer US-Studie zufolge das Alzheimer-Risiko im Alter. Wie die britische “Times” am Dienstag berichtete, wurden für die Studie 1776 Veteranen des Zweiten Weltkriegs untersucht. 548 von ihnen hatten als Soldaten Kopfverletzungen erlitten. In dieser Gruppe hatten mehr als doppelt so viele Menschen Anzeichen für Alzheimer wie in der Vergleichsgruppe. Wer 24 Stunden bewusstlos gewesen war und hinterher über Gedächtnisverlust geklagt hatte, hatte sogar ein vierfach erhöhtes Risiko.
Die Forscher wissen noch nicht, wie eine Kopfverletzung die Entstehung von Alzheimer begünstigt. Der Leiter der Studie, Richard Havlik, sagte jedoch, es zeige sich einmal mehr, wie wichtig es sei, beim Fahrrad fahren einen Helm zu tragen.
Die Wissenschaftler des amerikanischen Institutes für Altersforschung in Maryland und von der Duke-Universität in North Carolina stützten sich bei ihrer Studie auf Berichte, die während des Krieges von Marine-Ärzten erstellt worden waren. Nach dem Studium der Berichte besuchten sie die Veteranen und schrieben auf, welche von ihnen Alzheimer hatten. Die Studie ist im US-Journal “Neurology” (Bd. 55, S. 1158) veröffentlicht.
dpa und bdw





