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RezensionErde & Umwelt

Konzepte vom Tod

Für Menschen ist der Tod eine Ausnahmeerfahrung, mit der die meisten selten konfrontiert werden. Daher verstehen wir oft nicht, „wie gewöhnlich und trivial der Tod in der Welt der Natur ist“. Dies ist einer der Aufhänger von Philosophin Susana Monsó, die uns in ihrem Buch in die Vergleichende Thanatologie, also die Unt…

Konzepte vom Tod
Für Menschen ist der Tod eine Ausnahmeerfahrung, mit der die meisten selten konfrontiert werden. Daher verstehen wir oft nicht, „wie gewöhnlich und trivial der Tod in der Welt der Natur ist“. Dies ist einer der Aufhänger von Philosophin Susana Monsó, die uns in ihrem Buch in die Vergleichende Thanatologie, also die Untersuchung der Beziehung der Tiere zum Tod, einführt.
Autor
Redaktion
10. Mai 2026
Lesezeit
1 Minute
Rubrik
Erde & Umwelt

Da wir menschlichen Tiere uns oft als Nabel des Seins betrachten, legen wir anthropozentrische Maßstäbe an Vorstellungen vom Tod an – und sprechen anderen Spezies die bewusste Wahrnehmung des Todes ab. Ein Fehler, wie Monsó anhand von Beobachtungen, Studien, eigenen Erkenntnissen und fundierten Vermutungen ausführt. Vor allem für wild lebende Tiere ist der Tod weit präsenter als für uns. Das zeigt sich etwa daran, wie sie den Tod von Artgenossen betrachten und interpretieren oder wie sie trauern. Wie eindeutig vor allem sozial lebende Tiere die Endgültigkeit des Todes und gar Kausalität erkennen können oder wie sie durch intra- und interspezifische Gewalt den Tod „erlernen“.

Trotz einiger Wiederholungen fokussiert sich Susana Monsó auf das Wesentliche. Sie schreibt sehr zugänglich und garantiert Horizonterweiterung.

Rezension: Alexander Schramm

Susana Monsó
Das Schweigen der Schimpansen

Insel Verlag. 254 S., 28 €

Rezension
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