Ohne körpereigene Opiate sind Mäuse wahre Angsthasen, schreibt Donald Pfaff zusammen mit Kollegen im Fachmagazin “Proceedings” der amerikanischen Akademie der Wissenschaften.
Die Forscher von der Rockefeller Universität in New York haben Mäuse so verändert, dass sie das Opiat “Enkephalin” nicht mehr bilden können. Die Gentech-Mäuse erwiesen sich als wahre Angsthasen: Beim kleinsten Schrecken bleiben sie erstarrt stehen, in großen Räumen drücken sie sich an die Wände. Auch hielten sie es nur kurz in der Mitte von großen Boxen auf und verkrochen sich lieber an den Rand. Normale Mäuse nahmen die Verhaltenstests bedeutend gelassener.
Körpereigene Opiate, wie sie auch beim Menschen vorkommen, haben demnach den Zweck, Angst und Furcht zu unterbinden, schreiben die Forscher.
Marcel Falk





