Sid Cywes, Professor für Pädiatrie, und sein Kollege Peter de Vet vom Children’s Red Cross Hospital in Kapstadt erprobten eine Knoblauchlösung aus Wasser und zerkleinertem Knoblauch in der Therapie von Babys und Kleinkindern. Schon zwei Milliliter, verabreicht alle vier bis sechs Stunden, brachten Erfolge bei der Behandlung von Brandopfern, wo sie die Knoblauchlösung zusammen mit antibiotischen Cremes einsetzten. Ebenso konnten sie Kinder mit Pilzerkrankungen der Mundschleimhäute und Kinder, die Resistenzen gegen verschiedene Antibiotika entwickelt hatten, erfolgreich behandeln. Die Knoblauchlösung war außerdem effektiv bei der Behandlung von Streptokokkeninfektionen. Peter de Vet hofft, demnächst mit einem klinischen Versuch bei der Therapie HIV-infizierter Babys, die an Pilzinfektionen leiden, beginnen zu können.
Allicin, der biologisch aktive Bestandteil der Knoblauchknolle, kann nur in rohem Zustand gewonnen werden und darf nicht erhitzt werden, um seine Wirksamkeit nicht zu verlieren.
Marion Herzog





