Die Winde sind im Wandel
Sie analysierten dazu die Informationen von rund 250.000 Flügen zwischen Honolulu und und den Flughäfen Los Angeles, San Francisco und Seattle-Tacoma. Sie erfassten dabei den Zusammenhang zwischen der jeweiligen Reisedauer des Flugs und den aufgezeichneten Windverhältnissen, denen das Flugzeug dabei ausgesetzt war. So konnten sie Rückschlüsse ziehen, inwieweit die Bedingungen in der Atmosphäre einen Einfluss auf die Reisedauer und damit den Treibstoffbedarf haben. Diese Ergebnisse kombinierten die Forscher dann mit Informationen aus 34 Klimamodellen, von denen die Hälfte einschlägige Veränderung der Windverhältnisse im Flugraum zwischen Hawaii und den USA voraussagen.
Die Berechnungen der Forscher ergaben, dass die prognostizierten Veränderungen der Windverhältnisse einen deutlich steigenden Treibstoffbedarf mit sich bringen werden. Er würde den Fluggesellschaften allein bei den drei untersuchten Flugrouten 1.400.000 US-Dollar mehr Treibstoffkosten im Jahr verursachen. Bezüglich der Treibhausgasemissionen entspricht dies 4,6 Millionen Kilogramm Kohlendioxid mehr, ergaben die Berechnungen der Forscher.
Ihnen zufolge zeichnet sich damit ab, dass zwischen Klimawandel und Flugverkehr eine kritische Feedback-Schleife vorliegt: Der erhöhte Kraftstoffverbrauch, der durch die Wind-Veränderungen im Rahmen des Klimawandels verursacht wird, heizt den Klimawandel weiter an und könnte damit erneut zu noch ungünstigeren Windbedingungen führen. Dieses bedenkliche System sollten nun weitere Studien genauer unter die Lupe nehmen, sagen Karnauskas und seine Kollegen.





